Autor:in
Beatrix
Veröffentlicht
8. September 2026
Lesezeit
2 min
Erinnern, aufklären, handeln: Kai Diekmann spricht am 16. September mit Sabine Schicketanz über Yad Vashem und den Kampf gegen Antisemitismus
Antisemitismus breitet sich weiter aus – auch in Brandenburg. Die Geschichte des Holocaust wird verzerrt und relativiert dargestellt, die Zahl antisemitischer Übergriffe ist erschreckend. Bei der Information und Bildungsarbeit über Antisemitismus kommt der Arbeit der Holocaust-Gedenkstätten eine besondere Bedeutung zu.
Wie muss Aufklärung heute gestaltet sein, damit sie Menschen erreicht und zum Handeln ermutigt? Wie kann sie den aktuellen Formen des Antisemitismus entgegenwirken?
Über diese Fragen spricht Kai Diekmann, Vorsitzender des deutschen Freundeskreises von Yad Vashem, am 16. September 2026 um 19 Uhr in Potsdam. Die Veranstaltung findet im Kreativquartier statt (Halle im Langen Stall), der Eintritt ist frei.
Darum geht es beim Talk im Kreativquartier
Im Gespräch mit Sabine Schicketanz, Mitglied der Chefredaktion des Tagesspiegel und Chefredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten, gibt Diekmann Einblicke in die Arbeit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte und insbesondere in deren Aktivitäten in Deutschland.
Derzeit entsteht in München ein Bildungszentrum von Yad Vashem – das erste außerhalb Israels. Darüber hinaus ist eine Außenstelle des künftigen Bildungszentrums in Leipzig geplant.
Kai Diekmann, Vorsitzender des deutschen Freundeskreises Yad Vashem, ehemaliger „Bild“-Chefredakteur und Mitbegründer der Agentur „Storymachine“: „Bildungsarbeit zu Antisemitismus darf nicht beim Blick zurück stehenbleiben. Sie muss dazu beitragen, Antisemitismus in der Gegenwart zu erkennen und Menschen zum Widerspruch zu befähigen.“
Besser begegnen organisiert die Veranstaltung
Der Talk wird vom Projekt „Besser begegnen“ der Potsdamer Bürgerstiftung veranstaltet. Das Projekt setzt sich dafür ein, Menschen für Antisemitismus und Diskriminierung zu sensibilisieren. Es will Möglichkeiten schaffen, Wissen zu vermitteln, ins Gespräch zu kommen und praktisch zu handeln.
Das Projekt organisiert unter anderem Exkursionen und Workshops mit Schüler:innen sowie ehrenamtliche Friedhofspflege auf dem Jüdischen Friedhof Potsdam. „Besser begegnen“ wird gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie.
Der Abend richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Der Termin im Überblick
Erinnern, aufklären, handeln: Wie begegnen wir Antisemitismus heute?
Talk mit Kai Diekmann und Sabine Schicketanz
Ort: Langer Stall im Kreativquartier (Halle), Neue Plantage 6
Eintritt: frei, Spenden erwünscht
Hier gibt es mehr Informationen über das Projekt "Besser begegnen"